Haarporosität richtig testen

Curlys aufgepasst: Lockige Haare benötigen nicht nur ein besonderes Styling, sondern auch die richtige Pflege! Daher ist es insbesondere für alle Lockenträger wichtig zu wissen, welche Haarporosität sie haben. Haarporosität beschreibt den Zustand der Cuticula (Schuppenschicht). Sie bestimmt, wie viel Feuchtigkeit unser Haar aufnehmen und halten kann. Es gibt unterschiedliche Arten der Haarporosität, die in diesem Artikel erklärt werden. Darüber hinaus wird erklärt, wie die Haarporosität entsprechend getestet werden kann – denn dies ist nicht unbedingt etwas, was allseits bekannt ist. Es ist wichtig, die Haarporosität zu kennen, um die richtigen Produkte und Pflegeroutinen auszuwählen.

Die Bedeutung der Haarporosität für die Haarpflege

Die Haarporosität ist ein wichtiger Faktor in der täglichen Haarpflege, ob bei Locken oder glattem Haar, der die Gesundheit und das Aussehen der eigenen Haare beeinflusst. Sie bestimmt, wie gut die Haare Feuchtigkeit aufnehmen und halten können. Je nach Porosität können die Haare trocken, spröde oder glanzlos sein. Daher ist es wichtig, die Haarporosität zu kennen, um die richtige Haarpflege-Routine zu entwickeln. Dies gilt besonders bei strapazierten Haaren, bei blondiertem Haar oder bei Haar, das regelmäßig durch Hitze beansprucht wird. Aber auch bei normalem, gesundem Haar ist die richtige Pflege unerlässlich, um den Glanz und das gesunde Aussehen weiterhin aufrechterhalten zu können.

Die verschiedenen Arten der Haarporosität

Die Porosität wird in geringe, normale und hohe Porosität eingeteilt.
Bei einer geringen Porosität haben die Haare eine geschlossene Cuticula, die es schwer macht, Feuchtigkeit aufzunehmen. Das Haar fühlt sich weich an und sieht optisch glatt aus, die Haare lassen sich schwer stylen, nehmen schlecht Haarfarbe an und es dauert länger, bis es nass wird und Pflegeprodukte einziehen können. Um die Aufnahme zu verbessern, können Produkte oder spezielle Geräte verwendet werden, die die Cuticula öffnen, wie zum Beispiel ein Haardampfer oder ein mildalkalisches Shampoo (z.B. Tiefenreinigungshampoos).

Bei normaler Porosität ist die Cuticula leicht geöffnet. Die Haare sehen und fühlen sich gesund an, haben Griff, lassen sich gut stylen und nehmen Feuchtigkeit und Pflegestoffe einfach auf. Um die normale Porosität zu erhalten, ist es wichtig, das Haar zu pflegen und vor Schäden zu schützen.
Bei hoher Porosität ist die Cuticula stark geöffnet. Die Haare sehen und fühlen sich trocken an, neigen zu Frizz und sind oft statisch aufgeladen. Hier benötigt das Haar vor allem Proteine.
Es ist wichtig, die Haarporosität zu kennen, um die richtigen Produkte und Pflegeroutinen auszuwählen.
Häufig ist es nicht so eindeutig und es kommt eine gemischte Form der Porosität vor. Da weist das nachwachsende Haar am Haaransatz eine normale Porosität auf und zu den Haarlängen- und -spitzen nimmt die Porosität gerade bei langen Haaren meistens zu. Hierbei ist es wichtig, die Pflegeroutine und Pflegeprodukte den verschiedenen Porositätszonen des Haares anzupassen.

Wie man die Haarporosität bestimmen kann

Es gibt verschiedene Methoden, um die Haarporosität zu bestimmen. Eine einfache Methode ist der Wassertest. Dazu wird ein Glas mit Wasser gefüllt, woraufhin eine Haarsträhne (gewaschen und ohne Rückstände von Pflegeprodukten) hineingelegt wird, um zu testen, ob diese sinkt. Sinkt die Haarsträhne sofort, hat das Haar eine hohe Porosität. Sinkt sie langsam, hat das Haar hingegen eine normale Porosität. Schwimmt sie auf der Wasseroberfläche, ist von niedriger Porosität die Rede. Darüber hinaus gibt es jedoch auch weitere Tests zur Bestimmung der Porosität, die angewandt werden können, um die richtige Haarpflegeroutine ausfindig zu machen.

Welche Haarpflegeprodukte sind die richtigen?

Die Porosität bestimmt, welches Pflegeverhältnis von Proteinen und Feuchtigkeit ideal für deine Haare ist.
Greife also zu pflegenden Produkten mit viel Feuchtigkeit bei geringer Porosität und vermeide zu viele oder schwere und mit Protein angereicherte Pflegeprodukte. Achte auf Signalwörter wie “Glycerin” oder “Aquaxyl”, denn sie sorgen für eine “leichte” Feuchtigkeit, ohne deine Haare zu beschweren.
Hast du Haare mit normaler Porosität, hast du den Jackpot! Denn hier ist die Pflege am leichtesten. Achte bei der Pflege auf ein ausgewogenes Verhältnis an Feuchtigkeit und Proteinen und verwende immer ein Hitzeschutzspray, um Schäden auch zukünftig zu vermeiden.
Hast du Haare mit hoher Porosität, kannst du verstärkt auf Proteine setzen. Schau auf der Verpackung, ob die Produkte “Keratin”, “Pflanzenextrakte” oder “Proteine” beinhalten, zusätzlich helfen dir weichmachende und glättende Pflegestoffe wie zum Beispiel Sheabutter. Vermeide zu starke Reibung der Haare und setze auf eine moderate Hitze beim Styling.
(Bei allen Formen der Porosität ist Hitzeschutz unerlässlich.)
Viel Erfolg beim Austesten und lass mir gerne einen Kommentar da, welches deine Lieblingsprodukte für deine Haare sind!

Profilbild Laura
Über die Autorin

Ich bin seit klein auf ein Curly Girl. Doch erst als ich die passende Lockenpflege für mich entdeckt habe, habe ich meine Locken verstehen gelernt. All das gebe ich dir sehr gerne weiter. 📕 Ich habe MEIN LOCKEN BUCH geschrieben, weil ich es selbst zu Beginn meiner Lockenreise so dringend gebraucht hätte - und damit auch du deine Locken schnell verstehen und lieben wirst.Mehr zum Thema Locken habe ich auch hier für dich 👉 Instagram, YouTube, Pinterest, Facebook und 💌 bequem per Email!

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