Porosität der Haare

Was haben Porosität, Haare und die richtige Lockenpflege miteinander zu tun? Ich erkläre dir hier, weshalb und wie du die Porosität bestimmen solltest. Erfahre zudem, welche Rückschlüsse du damit für die Pflege deiner Locken ziehen kannst.

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Porosität der Haare – was bedeutet das?

Die Porosität deiner Haare solltest du unbedingt kennen, denn sie bezeichnet wie dicht die Schuppenschicht, die dein Haar ummantelt, anliegt.

Das Haar besteht aus dem Haarmark (Medulla), der Faserschicht (Cortex) und der Schuppenschicht (Cuticula). Die Faserschicht und die Schuppenschicht bestehen aus Keratin, das sind Faserproteine. Dickes Haar besteht aus mehr Proteinen als feines Haar (auch das musst du dir unbedingt merken!)

Porosität Haare

 

Wenn wir von Porosität der Haare sprechen, ist damit gemeint, wie die Schuppenschicht zum Haarmark angeordnet ist, also wie sehr das Haarmark geschont und gesund ist.

Es ist wichtig, die Haarporosität zu kennen, weil du somit weißt, wie deine Haare Feuchtigkeit aufnehmen und diese halten können. Das wiederum ist entscheidend für die Wahl deiner Pflegeprodukte. (Hier findest du übrigens meine Anleitung zur Curly Girl Methode.)

Porosität der Haare im Video erklärt

In meinem Video zur Haar-Porosität zeige ich dir alles, was du für den Start dieser tollen Haarpflege-Methode benötigst:

Porosität leicht erklärt

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Diese Porosität-Haar-Typen gibt es

  • Geringe Porosität
  • Normale Porosität
  • Hohe Porosität

Porosität der Haare

Geringe Porosität der Haare

Weisen deine Haare eine geringe Porosität auf, hast du eine kompakte Schuppenschicht. Deine Haare glänzen und fühlen sich glatt an. Der Nachteil ist, dass sich deine Haare nicht gut stylen lassen, das erkennst du daran, dass deine Frisuren nicht lange halten. Aufgrund deiner eng anliegenden Schuppenschicht dringt Wasser zwar nicht schnell in deine Haare ein, sind sie allerdings nass, dauert es sehr lang, bis deine Haare getrocknet sind. So verhält es sich übrigens auch mit Pflegeprodukte (ganz zu schweigen von Farbe), die dein Haar nur schwer aufnimmt.

Hast du eine geringe Haarporosität, können sich Pflegeprodukte schnell ablagern und so genannter Build-Up entsteht.

Normale Porosität der Haare

Haben deine Haare eine normale Porosität, ist die Schuppenschicht deiner Haare leicht geöffnet. Deine Haare lassen sich gut stylen, sehen gesund aus und sie nehmen Pflegeprodukte gut auf. Solltest du deine Haare Färben, ist dies auch problemlos möglich. Eine normale Haar- Porosität ist übrigens der „perfekte Zustand“ für deine Haare.

Hohe Haar-Porosität

Sind deine Haare sehr porös, haben diese eine sehr weit geöffnete Schuppenschicht. Deine Haare nehmen Wasser und auch Pflegeprodukte  sehr schnell auf. Allerdings verlieren sie diese auch schnell wieder. Das erkennst du daran, dass deine Haare sehr schnell trocknen. Sie sehen zudem sehr trocken aus und neigen zu starkem Frizz (sie kräuseln sich sehr stark).

Kann sich die Porosität verändern?

Ja, das kann sie. Es ist in der Tat so, dass Haarfärbemittel (vor allem Blondierungen), Chlorhaltiges Wasser oder auch Sonne und Salzwasser die Porosität verändern können.

So testest du die Porosität deiner Haare

Es gibt mehrere Möglichkeiten, deine Haarporosität zu testen. Hier zeige ich dir die einfachsten Methoden.

Wassertest

Für diesen Test benötigst du ein Glas mit Wasser und ein einzelnes deiner Haare. Achte darauf, dass deine Haare frisch gewaschen sind und du keine Pflegeprodukte im Haar hast.

Porosität Haare

Wie geht der Haar-Porosität Wassertest?

Lege dein Haar ins Wasser. Bleibt es an der Oberfläche, hat es eine geringe Porosität. Sinkt es in die Mitte des Wasserglases, sind deine Haare normal porös. Wandert das Haar bis auf den Grund, ist dein Haar in hohem Maße porös.

Pflege für Haare mit hoher Porosität: Proteine

Zeigen deine Haare eine hohe Porosität, benötigst du Pflegeprodukte mit Proteinen. Denn sie bilden auf den Haaren eine Schutzschicht und glätten die Schuppenschicht. Hierzu zählen unter anderem die folgenden Inhaltsstoffe:

  • Aminosäure (amino acids)
  • Elastin (elastin)
  • Haferprotein (oat extract)
  • Keratin (keratin)
  • Kollagen (collagen)
  • Milchprotein (milk)
  • Reisprotein (rice protein)
  • Seidenprotein (silk protein)
  • Sojaprotein (soy protein)
  • Weizenprotein (wheat protein)

Die Folgenden Produkte können geeignet sein für deine Haare.

Conditioner mit Proteinen:

Pflege für Haare mit normaler Porosität

Haare mit normaler Porosität benötigen eine ausgewogene Mischung an Produkten mit und auch ohne Proteinen. Ich selbst habe genau diese Erfahrung gemacht. Zu Beginn der Curly Girl Methode habe ich viel Feuchtigkeit für meine Haare verwendet, Produkte ohne Proteine. Schließlich habe ich das beste Ergebnis erzielt, als ich ein neues Produkt mit Proteinen verwendet habe. Ich dachte, ich hätte DAS Produkt für mich gefunden. Allerdings wurden meine Haare nach einiger Zeit strohig und hart.  Das hat mir gezeigt, dass ich die richtige Balance zwischen den Produkten finden musste. Seitdem verwende ich sowohl Produkte mit als auch ohne Proteinen. Mittlerweile merke ich auch, wann meine Haare was benötigen.

Conditioner ohne Proteine:

Finde die passende Haarpflege

Weißt du noch nicht genau, was deine Haare an Pflege benötigen? Dann empfehle ich dir, meinen Guide über Haarpflege zu lesen, bei dem du auch einen Haarpflege-Test machen kannst und meine direkten Tipps und Produkt-Empfehlungen für dich bekommst. Wenn du bereits weißt, wie deine Haare beschaffen sind, kannst du nachfolgend die richtigen Produkte auswählen.

Über die Autorin
Laura

Ich bin seit klein auf ein Curly Girl. Doch erst als ich die Curly Girl Methode für mich entdeckt habe, habe ich meine Locken verstehen gelernt. All das gebe ich dir sehr gerne weiter - damit auch du deine Locken lieben lernst.Mehr zum Thema Locken habe ich hier für dich 👉 Instagram, Pinterest, Facebook, ganz neu auf YouTube und 💌 bequem per Email!

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4 Kommentare

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Leni

Hallöchen,
Ich habe vor einiger Zeit die CGM ausprobiert und musste leider feststellen, dass vieles davon bei mir nicht funktioniert hat. Jetzt bin ich allerdings auf diesen Blogartikel gestoßen und mir ist aufgefallen, dass meine Haare wohl mittel- bis hochporös sind und ich bisher nur Feuchtigkeitspflege genutzt habe. Danke an der Stelle also schon einmal für diese Feststellung:)
Demnach sollte ich also anfangen, meine Locken mit Proteinen zu pflegen und dennoch die Feuchtigkeitspflege beibehalten. Allerdings stehe ich bei der Produktwahl vor der Qual der Wahl: ich bin davon überzeugt, dass man auch mit Drogerieprodukten eine gute Lockenpflege erreichen kann und habe mich schon durch mehrere Produkte und Marken probiert. Im Moment nutze ich von Garnier die Feuchtigkeitsprodukte ohne Silikone und mit hauptsächlich natürlichen Inhaltsstoffen und bin relativ zufrieden. Wenn es um Proteine geht, scheint sie Drogerie allerdings nicht der beste Anlaufpunkt (oder doch?). Ich habe mir letztens erst die gesamte Cantu-Reihe gekauft, nur um dann festzustellen, dass Shea-Butter wohl nichts für meine Haare ist. Eine Gelantinekur würde ich auch ausprobieren, mir geht es allerdings eher um Produkte, die ich wöchentlich anwenden könnte und mir hoffentlich helfen. Hättest du da ein Tipp für mich? Darüber hinaus wäre meine Frage, ob der verstärkte Haarausfall in letzter Zeit eine Nebenwirkung des Proteinmangels ist und ob das mit einer besseren Pflege in den Griff zu bekommen ist.
LG, Leni

Laura

Hallo Leni, wie schön, dass Dir mein Beitrag schon etwas geholfen hat! Ich weiß wie schwer die erste Zeit ist, in der man seine Haare so richtig lesen und verstehen lernt! Bleibe dabei, Du bist auf einem richtig guten Weg 🙂
Ich habe in meinem Beitrag über Conditioner auch zwischen Conditioner mit und ohne Proteinen unterteilt, die dir schonmal helfen könnten.
Willst du deine Haare noch besser einschätzen und suchst grundsätzlich noch nach der geeigneten Pflege, kann ich dir meinen Haarpflege-Guide empfehlen. Dort kannst Du auch einen Test machen und bekommst meine Empfehlung für Pflegeprodukte genannt.
Wenn Du Deine Haare schon gut kennst, kann ich Dir auch meinen Beitrag über Haarpflege-Produkte empfehlen, denn dort kannst du die Produkte auch nach verschiedenen Kriterien filtern. Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne bei mir unter laura@loving-curls.com Ich freue mich von Dir zu hören. Liebe Grüße, Laura!

Nina

Hallo Laura,

ist es eigentlich möglich, dass man einen Mix aus verschiedenen Porositäten hat oder haben kann?
Ich habe zb noch teilweise blondierte Spitzen, die werden immer als erstes trocken. Meine Haare am Hinterkopf bleiben ewig lange nass.

Ich habe den Test allerdings noch nicht gemacht.
Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Laura

Hallo Nina, ja, das ist auf jeden Fall möglich! Mein Tipp dazu: Mach zwischendurch immer mal wieder eine Haarkur z.B. nur in deine Spitzen. Und auch der Leave-In ist dort mit Sicherheit an der richtigen Stelle eingesetzt. Die Porosität der Haare kann sich auch – je nach Pflege – immer wieder verändern. Liebe Grüße, Laura

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